System Space ist ein Producer,

der sich der analogen und digitalen Klangerzeugung verschrieben hat. Von 1995 bis jetzt ist er den elektronischen Musikrichtungen House, Goa, Dance, Hardcore, Breakbeat, Chillout und Electro treu geblieben.
Durch seinen Unfall, der 1997 passiert war, versucht er seitdem Emotionen, Gefühle und Freude in Musik umzusetzen und auszudrücken. Nach dem Motto „Mit Musik will er dem Leben die Stirn bieten.“ Die elektronische Musik von System Space zeigt sich vielfarbig. System Space befasst sich musikalisch sowohl mit „Karl May“, zeigt sich als elektronisches Piano- Talent, produziert hammerharte Töne genauso wie Rhythmen zum Tanzen, Fallen lassen, Genießen und Chillen.
Zittat : Freie Presse 2008
Ein Mann - sein Schicksal - sein neues Leben
(Hohenstein-Ernstthal). “Ich bin ein bisschen aufgeregt , sagt André Barnickel, als er am Freitagnachmittag Besuch von einer, mit Notizblock und Fotokamera bewaffneten, Frau bekommt. Das scheint nachvollziehbar, schließlich hat man nicht aller Tage fremde Frauenzimmer in seinen vier Wänden, besser gesagt, im hauseigenen Tonstudio zu Gast. Seine linke Hand ist seit seinem Unfall gelähmt, seine Behinderung wird mit 80 Prozent eingestuft. Trotzdem ist er ein ganz normaler junger Mann, der auf echte Männerfreundschaft, wie die zu Marcel und auf die Liebe zu seiner Freundin Kristin setzt.und nicht zu vergessen seine Eltern , die ihn jederzeit unterstützt haben. : “Nach dem Unfall gab es nur zwei Möglichkeiten: Zu kämpfen oder aufzugeben. Ich kämpfe nicht bewusst, ich lebe einfach und sage mir , dass jedes fast Schicksal etwas Gutes in sich birgt.
Jeder Mensch hat seine Aufgabe.
Für die aktuelle Saunasaison hat sich der junge Mann etwas besonderes ausgedacht: “Ich habe eine CD mit einer ganz eigenen Art von Wellnessmusik produziert, die im HOT-Badeland für die Gäste gespielt wird , sagt er und spielt auch schon die ersten Takte seiner insgesamt sieben komponierten Titel an.
Es ist eine Mischung aus Chillout-Elektro- und behutsam gemixten Trancetönen, die sofort ins Ohr gehen, auch wenn sie tatsächlich von der allgemeinen “Beruhigungsmusik³ abweichen.
Nachdem er 2008 eine Rundmail an sämtliche Planetarien geschickt hatte, um mit seiner ersten Komposition “Unendliche Weiten³ die Sternenwelten zu bereichern, nahm die Sternenwarte in Cottbus Kontakt zu ihm auf. “Inzwischen liegt dort eine Trilogie von mir vor: ,Safari zu den Sternen¹ und ,Sind wir allein im All?¹ habe ich rein vom Manuskript entwickelt , erklärt er und feilt bereits am nächsten Titel: Einer Dancemix-Produktion mit Mays Silberseemelodie.
Zittat : Wochenspiegel 2010
Original Presseartikel 2010
Junger Mann vertont den Sternenhimmel
André Barnickel aus Hohenstein-Ernstthal verbucht mit seiner elektronischen Musik einen Erfolg
Das Laufen fällt ihm schwer, auch das Sprechen. Nach einem Unfall 1997 durchlebte der 29-Jährige, der einst Dachdecker werden wollte, zwei Schlaganfälle, ist erwerbsunfähig. Die Musik hat ihn aufgefangen. Er produziert sie selbst: elektronisch unter dem Künstlernamen System Space. Jetzt bahnt sich ein erster Erfolg an.
Hohenstein-Ernstthal. Die Augen von André Barnickel strahlen. Am 19.September ist er zur Premiere des Programms „Unendliche Weiten?“ ins Raumflugplanetarium Cottbus eingeladen. Dort wird die Musik des Hohenstein-Ernstthalers die Eindrücke des Publikums in der Planetariumskuppel mit der Sternenprojektion in ihrer besonderen Emotionalität unterstreichen.
Der Planetariums-Geschäftsführer Gerd Thiele hatte die zugesandte CD des jungen Mannes geprüft und für gut befunden. So ist die Zusammenarbeit entstanden. Das Programm steht kurz vor der Vollendung. Durch den Beitritt Polens in die Europäische Union sind Anfragen aus dem Nachbarland gekommen, deshalb werden drei neue Programme, die bis Ende nächsten Jahres entstehen sollen, in zwei Sprachversionen produziert. „Unendliche Weiten?“ ist das erste davon. !Alle orientieren sich zwar an den Inhalten deutscher und polnischer Lehrpläne, wollen sich aber deutlich vom Schulunterricht abheben. Auch ältere Besucher sollen sich unterhalten und amüsiert fühlen und Jugendliche erkennen, dass Wissenschaft Spaß machen kann“, nennt Thiele seinen Anspruch an die Neuproduktionen.
Die Aussicht, die Ausdruckskraft der Sterne mit seiner elektronischen Musik zu unterstreichen, gefällt André Barnickel, der die Chillout-Musik, also Töne zum Entspannen, über alles liebt. Als er nach dem Unfall in einer tiefen Lebenskrise steckte, sei es die Orientierung an Cosmic Baby gewesen, die ihm viel Kraft und Mut gegeben habe, sich nicht aufzugeben. Hinter Cosmic Baby verbirgt sich Harald Blüchel (Jahrgang 1963) aus Nürnberg, ein erfolgreicher Musikproduzent. An ihm hat sich der Hohenstein-Ernstthaler orientiert, er verehrt ihn, vor allem seine besondere Gabe, Klavier zu spielen. Blüchel hatte als hochbegabtes Kind bereits im Alter von sieben Jahren am Nürnberger Konservatorium eine Ausbildung zum Klassik-Pianisten.
Ihm einmal zu begegnen, davon träumt André Barnickel. Vielleicht sieht er bei seinem Besuch in Cottbus eine Sternschnuppe, der er diesen Wunsch anvertrauen kann.
Freie Presse 2008
In der Heimat nicht gefragt und in Cottbus erfolgreich
André Barnickels Musik wird geschätzt – Bereits zweite Premiere
Hohenstein-Ernstthal. André Barnickel, er nennt sich System Space, hat versucht,
seine selbst komponierte Musik in Hohenstein-Ernstthal in die Öffentlichkeit zu bringen,
auch im Lichtensteiner „Minikosmos“ und im Daetz-Centrum hat er sie angeboten. Ohne Erfolg.
Aber im Cottbuser Raumflugplanetarium „Juri Gagarin“ schätzt man seinen Sound,
den er einfühlsam auf Gegebenheiten ausrichten kann.
Ende voriger Woche gab es die zweite Premiere für eine Produktion des Planetariums,
zu der der junge Mann aus der Karl-May-Stadt die Vertonung lieferte.
Eine dritte Premiere steht noch aus, dann ist die Trilogie vollständig.
Laut Planetariums-Leiter Gerd Thiele ist der Hohenstein-Ernstthaler wieder mit dabei.
„Er wird sich damit nicht zufriedengeben“, so Thiele und schließt weitere Zusammenarbeit nicht aus.
Die Musik sei im zweiten Teil mit dem Titel „Safari zu den Sternen“ in stärkerem Maße integriert als im ersten Teil,
sagt der Planetariums-Chef. „Wir haben das gesamte Sounddesign übernommen, es ist ganz hervorragend.
Die Premierengäste waren begeistert. Ich hatte André auch zu etwas härteren Rhythmen ermuntert.“
Der Produzent elektronischer Musik verstehe es wunderbar, die Dramaturgie des Textes
aufzunehmen und sie zu unterstützen, lobt Thiele die gute Zusammenarbeit.
„Wahnsinnig aufgeregt“, sei er zur Premiere gewesen, erzählt Barnickel.
Er hatte ursprünglich nur das Band mit der Moderation, dazu schneiderte er passgenau die Musik.
An seiner Seite in Cottbus war auch Produzent Harald Blüchel aus Berlin,
mit dem er sich im vorigen Jahr angefreundet hat. Damit ist für den Hohenstein-Ernstthaler
ein Traum in Erfüllung gegangen. „Ich hätte mir nie träumen lassen,
dass ich einmal mit meinem Idol zu meiner Premiere gehe.“
Diese Freundschaft sei ihm viel wert und auch, dass Blüchel ihm Ratschläge gebe.
Zur Person
Harald Blüchel
Er ist ein erfolgreicher Musikproduzent geboren 1963 in Nürnberg. Unter dem Künstlernamen Cosmic Baby
spielte er seit Anfang der 90-er Jahre eine wichtige Rolle für die Techno-Bewegung in Deutschland.
2009